Oft hört man aus dem benachbarten Ausland, dass die Schweiz ein Steuerparadies sei. Leider ist dies vielerorts längst nicht mehr der Fall – so auch nicht in Hinwil. Mit einem sprunghaften Anstieg des Steuerfusses von 112% auf 119% im Jahr 2025 gehört Hinwil definitiv nicht mehr zu den steuergünstigen Gemeinden. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung für das kommende Jahr eine Reduktion des Steuerfusses um 3%. Nach einem Anstieg um 7% ist eine Reduktion um nur 3 Prozentpunkte einfach deutlich zu wenig. Ein kostenbewusster Gemeinderat hätte nach einer solchen Steuererhöhung geeignete Massnahmen eingeleitet um den Steuerfuss wieder auf ein vernünftiges Niveau zu senken. Doch der Hinwiler Gemeinderat sieht dies offenbar anders. Dieser scheint dermassen von seinem Kurs überzeugt zu sein, dass er ein rekordverdächtiges Investitionsbudget aufstellt, dessen Umfang einen regelrecht aus den Socken haut. Mit einem Anstieg der Investitionen von mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr setzt der Gemeinderat ein klares Zeichen. Ein klares Zeichen dafür, dass es ihm egal ist, dass die Hinwilerinnen und Hinwiler künftig tiefer in die Tasche greifen müssen.
Ich setze mich dafür ein, dass die Gemeindesteuern wieder nachhaltig gesenkt werden. Damit dies möglich wird, müssen die Ausgaben in der Gemeinde konsequent gesenkt werden. Das Investitionsvolumen ist unverantwortlich und muss reduziert werden. Sämtliche Investitionen müssen detailliert und kritisch auf Einsparpotenzial überprüft werden, damit sie künftig kostengünstiger gestaltet werden können. Ich bin überzeugt, dass innerhalb der geplanten Projekte viel Geld eingespart werden kann. Es ist höchste Zeit, dass sich bürgerliche Kräfte diesem Thema widmen. Ich bin bereit Verantwortung zu übernehmen und meinen Beitrag zu leisten.
Raphael di Gallo, im Dezember 2025


