Das Leistungsprinzip

Aktuell

Das Leistungsprinzip ist eine massiv unterschätzte Errungenschaft der freien Marktwirtschaft. Ich bin überzeugt, dass man mit der richtigen Kombination aus Fähigkeit und Leistungsbereitschaft beinahe alles erreichen kann.

In meinem Alltag stelle ich leider oft fest, dass es mittlerweile viele Menschen gibt, welche nicht gewillt sind, eine angemessene Arbeitsleistung zu erbringen. So erhalte ich regelmässig Bewerbungen von Personen, die bereits beim telefonischen Erstkontakt deutlich machen, dass sie die Arbeitsstelle eigentlich gar nicht wollen, sondern sich lediglich bewerben, um weiterhin Arbeitslosengelder zu beziehen. Für viele Menschen hat eine sichere Arbeitsstelle heutzutage keinen hohen Stellenwert. Insbesondere junge Menschen beschäftigen sich lieber mit Social Media oder Netflix und melden sich bei der kleinsten Erkältung bei der Arbeit krank. Dabei verdanken wir unser Wohlstand doch eben gerade unserer Leistungsbereitschaft und derer unserer Vorfahren. Diese Haltung, einer meinem Gefühl nach immer grösser werdenden, nicht arbeitswilligen Bevölkerungsschicht, ist gefährlich. Denn ohne Leistung wird unser Wohlstand über kurz oder lang verschwinden. Träumereien vom schnellen Geld, welches ganz ohne Plan oder harte Arbeit durch viele Influencer auf den sozialen Netzwerken propagiert werden, vermitteln ein falsches Bild. Tatsächlich werden, mal abgesehen von der Erbschaft, nur sehr wenige Menschen vermögend ohne dafür zu leisten. Linke Kräfte verschärfen das Problem, indem sie immer mehr Gelder umverteilen und damit Fehlanreize setzen. Anstatt sich der Herausforderung der nicht arbeitswilligen Menschen in der Schweiz zu stellen, zeigen sie mit dem Finger auf die „bösen“ Arbeitgeber beschuldigen Unternehmen, ihre Mitarbeitenden schlecht zu behandeln. Fakt ist: Wer als Unternehmen kein attraktiver Arbeitgeber ist, weil man beispielsweise seine Mitarbeitende schlecht behandelt, dem fehlen schliesslich die Arbeitskräfte. Anstatt ständig von sozialer Verantwortung zu sprechen, sollte man mal genauer hinschauen und beginnen, sozial zu handeln. Für mich handelt ein Unternehmen sozial, wenn es das Leistungsprinzip verfolgt, gute Mitarbeitende belohnt und fördert und sich im Umkehrschluss von Mitarbeitenden trennt, welche regelmässig ausfallen, sich nicht an Regeln halten, ungenügend leisten oder keine Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen. Oder ist es etwa sozial, wenn gute Mitarbeitende ständig einspringen müssen, weil nicht arbeitswillige Mitarbeitende regelmässig ausfallen? Finden Sie es fair, wenn Mitarbeitende, welche ihre Arbeit schlecht machen, den gleichen Lohn erhalten wie jene, die ihr Arbeit gut machen?

Raphael di Gallo, im November 2025

 

 

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